Verpflichtende Sexualkunde – Pro Asyl hat Recht (aber aus anderen Gründen)

Focus Online berichtet, dass sich Pro Asyl nach der Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau in Freiburg gegen die Forderung der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung gestellt hat, die Asylbewerber und Flüchtlinge zu einer Sexualaufklärung verpflichten möchte. Ich stimme Pro Asyl zu, aber aus anderen Gründen.

Der Vorschlag, Vergewaltigungen und Sexualstraftaten, die von Flüchtlingen begangen werden, dadurch zu bekämpfen, dass man sie „Sexualerziehung“ genießen lässt, ist etwa auf dem Niveau der Forderung von Bordellgutscheinen für Flüchtlinge angesiedelt. Kein Mensch kann ernsthaft glauben, dass Menschen, die sich zusammenfinden und mit Begeisterung an einer Gruppenvergewaltigung teilnehmen, mit Sexualunterricht „umzupolen“ sind. Die Frage, die Vahlefeld in diesem Zusammenhang aufwirft, ist äußerst berechtigt: „Wie baut man sich […] ein sehr gut funktionierendes Netzwerk auf, das aus gemeinsamem Frauenhass, Menschenverachtung, Überlegenheit, Unangreifbarkeit, sexueller Verwahrlosung und Brutalität besteht?“ Wer das schafft, ist ganz offensichtlich auch resistent gegen gutes Zureden.

Ganz nebenbei: Die Achtung der sexuellen Selbstbestimmung ist sicherlich keine Bildungsleistung, die man sich mühsam erarbeiten müsste. Dabei handelt es sich vielmehr um eine Selbstverständlichkeit. Auch Menschen aus Syrien ist das sicherlich bekannt. Allerdings gelten solche Regeln denkbar wenig, wenn man sich in einem Land befindet, das – verglichen mit den ursprünglichen Lebensbedingungen – selbst unter Haftbedingungen keine spürbaren Negativeffekte erzeugen kann.

 

Autor: Florian Albrecht


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