Stadt Leipzig wird zur No-Go-Area

Die Stadt Leipzig hat in der Zeit vom 01.07.2016 bis zum 04.07.2016 per Allgemeinverfügung ein Aufenthaltsverbot für Anwärter und Mitglieder des Hells Angels MC und des Red Devils MC sowie der United Tribuns verhängt. Betroffen sind sämtliche Regionalvereine. Vorausgegangen war eine Schießerei, bei der ein Mensch tödlich und drei weitere schwer verletzt worden waren. Es lohnt sich, die Allgemeinverfügung einmal zu lesen.

Wenn man die Allgemeinverfügung der Stadt Leipzig liest, fragt man sich, ob die Polizei die Lage vor Ort noch im Griff hat. So ist etwa von einem ethnisch-religiösem Milieu die Rede, das sich in Leipzig festgesetzt hat und in dem die Blutrache praktiziert wird. Was die Polizei hiergegen zu unternehmen gedenkt, wird nicht mitgeteilt. Vielmehr wird getreu dem Motto, „wo einer kriminell ist, sind alle kriminell“, ein pauschales Aufenthaltsverbot für den gesamten Bereich der Stadt Leipzig angeordnet. Man kennt solche Maßnahmen inzwischen auch aus Schwimmbädern, von Straßenfesten und Weihnachtsmärkten. Der Sicherheit hat es jedenfalls noch nie gedient, wenn man ganze Gruppen (bundesweit) unter Generalverdacht gestellt hat. Wiedermal ein „Bonbon“ oder besser Placebo für den Bürger. Dementsprechend scheint die Stadt die vollständige Verfügung auch nicht für die Öffentlichkeit geeignet zu halten. Veröffentlicht wurde dort nur der „Tenor“.

Autor: Florian Albrecht


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