„Im Namen der Ehre“ – Grenzen unseres Strafrechts

FOCUS Online berichtet aktuell über den gewalttätigen Angriff dreier Männer auf zwei Rettungssanitäter. Während andere Medien die Herkunft der Täter verheimlichen, stellt FOCUS Online klar, dass es sich bei den Gewalttätern wohl um Kosovaren gehandelt hat, die sich aufgrund eines eher geringfügigen Anlasses genötigt sahen, für die Familienehre einzutreten und diese mit Gewalt zu verteidigen.

Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski lässt sich in diesem Zusammenhang mit den Worten zitieren, „Ich erwarte, dass die Strafverfolgungsbehörden unverzüglich handeln und Staatsanwaltschaft und Gericht alles daransetzen, die Täter empfindlich zu bestrafen.“

Dass sich die Täter durch ein deutsches Strafurteil und dessen mögliche Vollstreckung beeindrucken lassen, ist nicht zu erwarten. In Gesellschaften, die u.a. auch die Blutrache pflegen, wird eine mögliche Strafe sicher kaum abschreckende Wirkung entfalten. Selbst der Strafvollzug wird als ehrenhaft bzw. Ehren-Haft angesehen. In solchen Fällen ist mithin die Ausweisung aus Deutschland die einzige effektive Möglichkeit. Eine andere staatliche Reaktion wird sicher nicht als „empfindlich“ empfunden werden.

Autor: Florian Albrecht


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