Bernhard Rotzinger (Polizeipräsident von Freiburg) und die Schuld der Opfer

Die gute Nachricht zuerst: Bernhard Rotzinger, der Polizeipräsident von Freiburg, geht Ende März 2019 in den Ruhestand (berichtet die Badische Zeitung). Vorher hat er anlässlich der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer 18-järigen Frau durch Flüchtlinge (sieben von bislang acht Tatverdächtigen stammen aus Syrien) in Freiburg die Gelegenheit genutzt und der Bevölkerung (darunter auch die durch kriminelle Flüchtlinge heimgesuchten Frauen) einen guten Rat mit auf den Weg gegeben: „Macht euch nicht wehrlos mit Alkohol und Drogen.“

Während in dem Fall einer durch mehrheitlich Flüchtlinge vergewaltigten jungen Frau in Freiburg weitere Tatverdächtige gesucht werden, wird schnell klar, dass die Tat zu verhindern gewesen wäre, wenn man den mutmaßlichen Haupttäter, der als Intensivtäter polizeilich bekannt war und gegen den ein Haftbefehl ausgestellt worden war, rechtzeitig in Gewahrsam genommen hätte.

Die Polizei und insbesondere die Polizeiführung könnte Vertrauen zurückgewinnen, wenn sie in der Lage wäre, zu gewährleisten, dass sich solche Taten nicht wiederholen können. Die Forderung nach mehr Personal ist berechtigt. Die rasche Rückführung von kriminellen Flüchtlingen und illegal Zugereisten in ihre Herkunftsländer ist auch aus rechtsstaatlichen Erwägungen alternativlos. Es darf nicht sein, dass vorbestrafte Flüchtlinge, die mitunter wiederholt bewiesen haben, dass sie von Integration und Anpassung nichts halten, aus Flüchtlingsunterkünften heraus ungehindert Straftaten begehen können.

Der Polizeipräsident von Freiburg hat insoweit entweder resigniert, oder es ist ihm einfach alles egal. Sein Hinweis, „in einer offenen Gesellschaft [ist] nicht jedes Delikt zu verhindern“, ist für das junge Opfer einer abscheulichen Gruppenvergewaltigung – aber auch für die Polizei von Freiburg – beschämend. Es geht hier ersichtlich nicht um den Vorwurf, dass die Polizei nicht in der Lage wäre, jede kleinere Straftat zu verhindern, sondern vielmehr darum, dass Kriminelle offensichtlich ihr Unwesen treiben und schwere Verbrechen begehen können, obwohl sie insoweit bereits einen unrühmlichen Bekanntheitsgrad erlangt haben.

Der absolute Gipfer der Unverschämtheit, ein geistiger Rohrkrepierer, ist dann im Übrigen Bernhard Rotzingers „Ratschlag an die Bevölkerung“. Diese soll sich nicht wehrlos mit Rauschmitteln machen. Eine solche Positionierung bewegt sich stark in der Nähe der Schuldsuche bei den Opfern: Wer berauscht ist, dem passiert eben so etwas. Dabei wird verkannt, dass nicht der Rausch des Opfers von Freiburg die Ursache der Tat war (vielleicht wurden diesem zudem auch KO-Tropfen eingeflößt), sondern der Umstand, dass dieser Zustand von rücksichtslosen Gewalttätern ausgenutzt wurde. Ein Polizeipräsident, der nicht in der Lage ist, hieraus die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen, sollte sich dann bitte auch aus der Kommunalpolitik fernhalten.

 

Autor: Florian Albrecht


1 Kommentar

Doris Mahlberg

5. November 2018 at 6:29 pm

Die Bemerkung Herrn Rotzingers, Frauen sollten auf Alkohol verzichten, erinnert mich stark an die schwachsinnige Empfehlung der OB Reker aus Köln, man möge eine Armlänge Abstand halten. Da kann man sich mit einiger Berechtigung fragen, ob solche Leute ihren Kopf nur noch deshalb haben, daß sie das Stroh nicht in der Hand halten müssen. Andererseits habe ich mit den Bürgern und Opfern in Freiburg kein Mitleid. Sie haben sich ihre Prügel der Antifa und ihre Vergewaltiger mit dem Wahlschein selbst gewählt. Wie ja der ganze Rest von Deutschland auch. Gegen Dummheit ist einfach kein Kraut gewachsen.
D. Mahlberg

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