Bayerisches Landeskriminalamt unter Verdacht!

Die Süddeutsche Zeitung berichtet online, dass die Staatsanwaltschaft Nürnberg gegen sechs Beamte des bayerischen Landeskriminalamtes (darunter zwei Kriminaldirektoren) wegen des Verdachts der Strafvereitelung im Amt, wegen Urkundenunterdrückung, Betrug, Datenveränderung, Diebstahl in mittelbarer Täterschaft sowie Falschaussagen vor Gericht ermittelt.

Angestoßen wurde das Ermittlungsverfahren durch einen Prozess, der sich gegen ein Mitglied des Bandidos MC richtete, das ein V-Mann des Landeskriminalamts gewesen sein soll. Die Kriminalbeamten hätten etwa Akten manipuliert, um ihre Mitwisserschaft an möglichen Straftaten des Rockers zu verheimlichen. Zudem sei er bei Straftaten geschützt worden.

Die Süddeutsche Zeitung zitiert in diesem Zusammenhang die Fragen, die sich Kollegen der Beschuldigten Beamten stellen sollen: „Wie kann jemand, gegen den ermittelt wird, die Dienstaufsicht führen? Warum werden diese Leute trotz massiver Vorwürfe von der LKA-Führung nicht suspendiert oder zumindest von der Leitungsfunktion entbunden? […] Wie glaubwürdig ist die Polizei, wenn Leute federführend gegen die Organisierte Kriminalität ermitteln, denen selbst gemeinsam begangene Straftaten vorgeworfen werden?

Autor: Florian Albrecht

 

 


Kommentar hinterlassen